Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit

Mitglied werden!

Mit stark vereinfachten Darstellungen haben wir (versucht) den Feuerwehr Alltag zu kommunizieren. Von kleiner Fahrzeugkunde über den Aufbau und die Aufgaben der Feuerwehr ging es bis zur heutigen Aufforderung den inneren Schweinehund zu überwinden und sich für ein Engagement in der Wehr zu motivieren.

Ob bei Internetdiskussionen, im Gemeinderat oder bei Vereinssitzungen - es ist üblich, dass man über "die Feuerwehr" diskutiert und Aufgaben vergibt, Erwartungen stellt oder gar Finanzierung hinterfragt. Meist von Leuten, die noch keine einzige Minute mit uns unterwegs waren.


Wir möchten daher um zwei Dinge bitten:

"Die Feuerwehr" ist keine Selbstverständlichkeit, keine abstrakte Institution, kein Verein, der immer da war und da sein wird.


"Die Feuerwehr" - das sind in jedem Fall ehrenamtliche Bürger unserer Gemeinde, die es irgendwann für wichtig erachtet haben, dass man anpacken muss anstatt auf Facebook den letzten Einsatzbericht zu liken.
Ob das Schreiben dieser Texte, die Dienstage mit den Kids und Jugendlichen, die Organisation von Festen, die Ausbildung und natürlich die Einsätze - alles wird von Menschen wie dir und mir geleistet.

Die erste Bitte: Respektiert die Mitmenschen, die sich einsetzen und betrachtet sie keine Sekunde als selbstverständlich. Das ist wie mit einem pflegeleichten tollen Partner, der geht weil man ihn mit Selbstverständlichkeit behandelt hat. Das wird erst richtig bitter, wenn er nicht mehr da ist.

Was meint ihr, wie sehr jeder denkt, dass er selbst die Feuerwehr niemals brauchen wird? Diese Frage dürft ihr den Mitbürgern stellen, die in der Nacht 02:00 Uhr die Feuerwehr rufen, weil der trockene Nadelwald in der Nähe der eigenen Waldsiedlung auf einigen tausend Quadratmetern brennt, deren Füße gerade von der Pedalerie eingeklemmt sind und die im deformierten Fahrzeug verharren müssen, die mit dem Funkenflug vom Grill die Gartenlaube angezündet haben, die mit Gartenschlauch das eigene Heim vor dem nahenden 40.000m² Felbrand schützen wollen, etc.


Meist ist der Egoist in uns super froh, dass es in den vorbenannten Fällen viele motivierte, gut ausgebildete, unentgeltlich agierende Mitbürger gab, die den inneren Schweinehund überwunden haben.

Wenn auf der B87, der S4, den Ortsverbindungen oder den Gleis-Trassen nach Cottbus und Wittenberg etwas passiert, ein Sturm mit 130 km/h durchzieht, der Grillabend zum Dachstuhlbrand erwächst, der Keller vollgelaufen ist, die Mulde auf über 5m steigt oder man einfach nur mit Essen auf dem Herd eingeschlafen ist; man ruft "die Feuerwehr" und hofft - nein, erwartet, dass „die“ dann selbstverständlich erscheint.

Die zweite und wichtigste Bitte:
Wenn wir dem gesellschaftlichen Trend der individuellen Verwirklichung und  Priorisierung der eigenen Ziele nicht mit etwas Engagement für das Gemeinwohl entgegenwirken, dann wird die Selbstverständlichkeit, dass unabhängig von der Uhrzeit schnelle Hilfe eintriftt ein frommer Wunsch (bleiben?).🚒🚒🚒

Prüft heute Abend, morgen Abend oder beim Mittagessen am Wochenende, ob ihr nicht ein Teil dieser Feuerwehr sein könnt. Die Betätigungsfelder sind weit und können flexibel vergeben werden. Wer gern Veranstaltungen plant, mit Kindern gut kann, sich gern im technischen Dienst mit der Ausrüstung oder organisatorisch bei Beschaffungen und Vereinsarbeit betätigen will - wir freuen uns über jegliche Unterstützung.

Es ist nicht mit einem Facebook-Like, einem Händeschütteln zum Tag der offenen Tür oder einem Besuch zum Maifeuer erledigt. Uns ist aber auch vollkommen klar, dass es Lebenslagen gibt, in denen man andere Prioritäten hat und ihr könnt euch sicher sein, dass auch die Mitglieder der Feuerwehr eine Familie, Freunde, Haushalt, andere Hobbies oder einfach "ein Leben" haben.

Mitmachen - wie sieht das aus?
Ganz ohne Zwang schaut man sich drei Dienste an und findet für sich heraus, ob man sich selbst als Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau sieht. In der weiteren Folge absolviert man den Grundlehrgang und ist damit für den Einsatzdienst qualifiziert. Ein Freitagsdienst pro Monat ist ausreichend für die Erhaltung des Trainingsstandes und der Fortbildung. Die weiteren Lehrgänge sind individuelle Entscheidungen und können mittel- und langfristig angestrebt werden.

Dieser Denkanstoß richtet sich an alle (m / w / d) Einwohner unserer Ortsteile Sprotta & Sprotta Siedlung.

Feuerwehr bedeutet nicht FEIERwehr, "Alarm-Ausflüge" mit dem roten LKW und danach ein Getränk im Gerätehaus. Feuerwehr ist als essentielles Ehrenamt bundesweit wichtig für die Gefahrenabwehr.
Feuerwehr bedeutet eine unbeschreibliche Eigenmotivation etwas Gutes zu tun, Loyalität und Pflege von Kontakten, Zusammenhalt von der Jugendfeuerwehr bis zur Altersabteilung, Feuerwehr ist so viel mehr als man hier in Textform bringen könnte.